Borderline – was nun?

 

Was du tun kannst, wenn du eine Borderline-Diagnose erhältst

Was du tun kannst, wenn du eine Borderline-Diagnose erhältst

Die Diagnose einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) kann zunächst überwältigend oder beängstigend sein. Es ist normal, eine Mischung aus Erleichterung, Verwirrung und Angst zu verspüren. Eine Diagnose bedeutet jedoch nicht, dass dein Leben nicht erfüllend sein kann. Es gibt konkrete Schritte, die du unternehmen kannst, um Unterstützung zu erhalten und deine Lebensqualität zu verbessern.

Nimm dir Zeit, die Diagnose zu verarbeiten

Es ist völlig in Ordnung, Gefühle wie Schock, Trauer oder Unsicherheit zu erleben. Eine Diagnose kann Gefühle von Stigmatisierung hervorrufen, aber sie ist auch ein erster Schritt zur Selbstkenntnis und gezielter Hilfe. Sprich mit vertrauten Personen über deine Gefühle, wenn du dich bereit fühlst.

Informiere dich über Borderline-Persönlichkeitsstörung

Verlässliche Informationen helfen, Ängste abzubauen und das eigene Verhalten besser zu verstehen. Gute Quellen sind medizinische Fachseiten, Bücher von anerkannten Psychotherapeuten oder Broschüren von Patientenorganisationen. Wichtig ist, die Informationen kritisch zu prüfen und dich nicht von verallgemeinernden Klischees leiten zu lassen.

Suche professionelle Unterstützung

Therapie ist zentral bei BPS. Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) und Mentalization-Based Therapy (MBT) gelten als besonders wirksam. Ein Psychotherapeut oder Psychiater kann individuelle Strategien entwickeln, um Emotionen zu regulieren, impulsives Verhalten zu reduzieren und Beziehungen zu stabilisieren.

Baue ein unterstützendes Umfeld auf

Freunde, Familie oder Selbsthilfegruppen können helfen, dich weniger isoliert zu fühlen. In Selbsthilfegruppen kannst du dich mit anderen Betroffenen austauschen, Erfahrungen teilen und lernen, dass du nicht allein bist.

Achte auf dich selbst

Selbstfürsorge ist entscheidend. Regelmäßige Schlaf- und Essensroutinen, Bewegung, Achtsamkeit oder kreative Tätigkeiten können helfen, Stress abzubauen und die emotionale Stabilität zu fördern.

Setze kleine, erreichbare Ziele

Statt dich auf langfristige, große Veränderungen zu fokussieren, beginne mit kleinen Schritten. Jeder Fortschritt, egal wie klein, ist wertvoll und kann dein Selbstvertrauen stärken.

Sei geduldig mit dir selbst

BPS zu managen ist ein Prozess. Rückschläge können vorkommen, aber sie bedeuten nicht, dass du scheiterst. Es ist ein Lernprozess, bei dem Selbstmitgefühl und Ausdauer eine große Rolle spielen.

Eine Borderline-Diagnose kann zunächst beängstigend sein, aber sie ist auch eine Chance, dich selbst besser zu verstehen und gezielte Unterstützung zu erhalten. Mit professioneller Hilfe, Selbstfürsorge und einem stabilen Netzwerk kannst du Wege finden, ein erfülltes und stabiles Leben zu führen.

 

 

 

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