Ich freue mich sehr, dass Du den Weg hierher gefunden hast – und danke Dir von Herzen für Dein Interesse.
Borderline – The Innocence Lost ist für mich eine echte Herzensangelegenheit. Ich habe diese Plattform ins Leben gerufen, um Betroffenen, Angehörigen, Partnern und Freunden einen Ort zu schenken, an dem sie Informationen, Verständnis und Gemeinschaft finden können. Vor allem aber soll sie Mut geben – Mut, den eigenen Weg nicht allein gehen zu müssen.
Unsere Selbsthilfegruppe Borderline 30+ auf der Facebook Plattform richtet sich ausschließlich an Menschen mit einer Borderline-Störung. Hier begegnest Du Menschen, die fühlen, was andere oft nicht sehen: die Höhen, die Tiefen, die Überforderung, die Sehnsucht nach Stabilität. In dieser Gruppe darfst Du einfach Du selbst sein – ehrlich, verletzlich, echt, ohne Angst vor Bewertung oder Missverständnissen.
Der Austausch miteinander kann unglaublich entlastend sein. Er hilft, einander besser zu verstehen, sich gegenseitig zu stärken und ein Stück dieser Einsamkeit zu verlieren, die psychische Erkrankungen so oft mit sich bringen. Es ist ein besonderes Gefühl, endlich Menschen zu treffen, die wirklich verstehen, was in Dir vorgeht – manchmal wirkt das schon heilender als jedes gesprochene Wort.
Borderline – The Innocence Lost ist ein persönlicher Blog und eine Selbsthilfe-Plattform – geboren aus meinen eigenen Erfahrungen, meinen eigenen Kämpfen und dem Wunsch, anderen ein bisschen Licht zu geben, die sich gerade vielleicht im Dunkeln befinden.
Ich habe für Dich – so gut ich es konnte, mit Herz und Verantwortungsgefühl – wichtige Informationen zu psychischen Erkrankungen zusammengestellt.
Bitte denk aber daran: So wertvoll Wissen auch ist, ein Gespräch mit einem Facharzt oder einer Therapeutin kann es niemals ersetzen.
Die Inhalte sollen keinesfalls dafür genutzt werden, eine Selbst- oder Ferndiagnose zu stellen. Psychische Erkrankungen sind komplex und individuell. Sie lassen sich nicht durch Online-Tests oder auf den ersten Blick erkennen – nicht so eindeutig wie ein Knochenbruch auf einem Röntgenbild. Eine sichere Diagnose kann nur ein erfahrener Arzt oder Therapeut stellen.
Menschen mit psychischen Belastungen erleben oft viele verschiedene Symptome, die mal stärker, mal schwächer auftreten. Sie beeinflussen das Leben tiefgreifend – manchmal viel stärker, als Außenstehende es wahrnehmen.
Obwohl so viele betroffen sind, bleibt das Thema psychische Gesundheit oft schwierig. Für körperliche Erkrankungen gibt es schnell Mitgefühl – doch wie sieht es aus bei Depressionen, Angststörungen, einer Borderline-Persönlichkeitsstörung oder selbstverletzendem Verhalten? Zu oft begegnen Betroffene Vorurteilen, Unwissenheit oder Schweigen.
Aus Angst vor Ablehnung oder Stigmatisierung verstecken viele ihre Erkrankung. Doch dieses Verstecken macht alles oft nur noch schwerer. Und wenn jemand irgendwann den Mut findet, offen zu sprechen, stößt er noch viel zu oft auf Unverständnis.
Genau deshalb ist es so wichtig, Orte zu schaffen, an denen Verständnis wachsen kann. Orte, an denen Du nicht perfekt sein musst. Orte, an denen Du Dich öffnen darfst – ohne Angst.
Selbsthilfegruppen ersetzen keine Therapie, aber sie können Dich tragen. Sie können Dir Kraft geben. Sie können Dir das Gefühl zurückgeben, dass Du nicht allein bist. Durch den Austausch wirst Du Schritt für Schritt zur Expertin oder zum Experten in eigener Sache. Du lernst, professionelle Hilfe bewusster und selbstsicherer zu nutzen.
Selbsthilfe bedeutet, Dir selbst die Hand zu reichen – und wieder ein Stück Lebensmut zurückzuholen.
Wenn Du diesen Weg gehen möchtest: Du bist nicht allein. Wirklich nicht.
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