Grenzen setzen – mehr als Nein

Grenzen setzen – nicht nur „Nein“, sondern das volle Deluxe-Paket


Grenzen setzen – nicht nur „Nein“, sondern das volle Deluxe-Paket
 
Viele denken, Grenzen setzen bedeutet einfach nur: Nein sagen lernen. Aber in Wahrheit ist das nur die Vorspeise.
Das Hauptgericht besteht aus Dingen wie:
 
  • dich nicht respektlos behandeln zu lassen, 
  • deine Zeit nicht als Allgemeingut zu betrachten, 
  • deine Gefühle nicht als Fußmatte zur Verfügung zu stellen, 
  • und klarzumachen, dass dein persönlicher Raum kein Freizeitpark ohne Eintrittskarte ist. 

 
Selbstachtung beginnt dort, wo du Grenzen setzt.
 
Warum das Ganze so wichtig ist
 
Stell dir vor, du bist ein Haus.
Wenn du keine Grenzen hast, dann kommen Leute rein, treten die Schuhe nicht ab, essen deine Snacks weg und sagen dann noch:
„Warum hast du eigentlich so wenig Getränke da?“
 
Mit Grenzen sagst du:
„Schuhe aus, Kühlschrank zu – und Respekt rein. Danke.“
 
Es geht nicht nur darum, weniger zu tun.
Es geht darum, anders behandelt zu werden.
 
Welche Arten von Grenzen es gibt 
 
  • Emotionale Grenzen
„Ich bin keine Zielscheibe für schlechte Laune. Danke für dein Feedback, bitte formuliere es wie ein Mensch und nicht wie ein Drache.“
 
  •  Respekt-Grenzen
„Ich diskutiere gern – aber nicht auf einem Niveau, auf dem sogar mein Kaffee beleidigt wäre.“
 
  •  Zeit-Grenzen
„Ich habe kein Zeit-Abo, das du buchen kannst. Ich habe Termine. Auch mit mir selbst.“
 
  • Kommunikations-Grenzen
„Ich höre dir zu – aber nicht, wenn du schreist, manipulativ wirst oder mich anprangern willst. Dann höre ich nur den Abspann.“
 
  • Energie-Grenzen
„Ich bin kein Akku-Pack für deine Dauer-Probleme. Ich habe auch ein Batterielimit.“
 
Wie man das lernt – humorvoll, aber hilfreich
 
Schritt 1: Erkenne deinen Wert
Du bist kein Werbegeschenk. Du musst nicht überall dabei sein und alles mitmachen.
 
Schritt 2: Vermeide das „Ich sag mal lieber nichts“-Syndrom
Schweigen ist Gold – außer wenn jemand deine Grenze überrollt.
Dann ist Schweigen eher Blech.
 
Schritt 3: Verwende klare Sätze
  • „So nicht.“
  • „Bitte respektvoll.“
  • „Dieser Ton geht für mich nicht.“
  • „Stop. Ich brauche Abstand.“
Kurz, klar, ohne Tanzprogramm.
 
Schritt 4: Verwandle Schuldgefühle in Stolz
Ja, du wirst dich anfangs komisch fühlen.
Das ist normal.
Dein System lernt gerade, dass du wichtig bist.
 
Schritt 5: Üben, üben, üben – am besten bei den Menschen, die dich am meisten testen
 
Du wirst überrascht sein:
Die Grenzen, die du setzt, verändern nicht nur dein Verhalten – sondern auch das Verhalten anderer.
 
Grenzen setzen ist kein Angriff. Es ist ein Schild.
 
Ein Schild, das sagt:
„Ich bin wertvoll. Ich bin wichtig. Und ich entscheide mit, wie man mit mir umgeht.“
Wer das versteht, bleibt in deinem Leben.
 
Wer es nicht versteht, hat sich vermutlich an deine alten, unbegrenzten Öffnungszeiten gewöhnt.
 
Und rate mal:
Du bist jetzt geschlossen für Respektlosigkeit.
 
 
 
 

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